Montag, August 07, 2006

Der Onliner Atlas 2006 liegt vor

Der repräsentativen Studie Onliner Atlas 2006 von tns infratest und der Initiative D21 liegt die telefonische Befragung von rund 50.000 Bürgern über 14 Jahre zu Grunde. Die interessantesten Ergebnisse:

58,2% der Bevölkerung gibt an, das Internet zu nutzen
Der Anteil ist gegenüber dem Vorjahr um gut 3 Prozentpunkte gestiegen (2005: 55,1%). Die Lücke zwischen jüngeren Nutzern und älteren mehrheitlich Nichtnutzern bleibt dabei im Wesentlichen unverändert. Die Nutzungsverteilung zwischen den Geschlechtern dagegen nähert sich langsam an. Der Zuwachs der Nutzer unter den Frauen liegt bei knapp 4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr (jetzt 51,5%), der Anteil der Nutzer unter den Männern wuchs dagegen um gut 2 Prozentpunkte (jetzt 65,4%). Neben formalem Bildungsniveau hat auch das Haushaltseinkommen einen signifikant positiven Einfluss auf die Online-Nutzung. Insgesamt liegt in Deutschland die Internetnutzung im europäischen Vergleich im vorderen Mittelfeld, deutlich zurück hinter den skandinavischen Ländern und den Niederlande.
47,6% der Internetnutzer verfügt über einen breitbandigen Zugang
Dabei ist der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beachtlich: 7,5 Prozentpunkte. Allerdings zeigen sich hier deutliche regionale Unterschiede: so verfügen in Nordrhein-Westfalen rund 54% über einen Breitbandzugang, in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt liegt der Anteil bei nur etwa einem Drittel.
6,3% der Anwender fühlen sich vollkommen sicher, 43,3% fühlen sich sicher, 30,4% einigermaßen sicher, bei der Nutzung des Internet
Dieses Ergebnis, das die Macher der Studie als erfreuliches Ergebnis feiern, macht mich ein wenig unruhig. Der Sonderteil der Befragung zum Thema "Wie schützen sich die deutschen Onliner im Internet" ist wie die anderen Ergebnisse als pdf abrufbar.